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Aufbauseminare für
Montessori-Lehrpersonen mit
mit Montessori in der Praxis
unter Fort- und Weiterbildung

Nebenbei bemerkt – Pressestimmen

Die Verteidigung des Kindes

Die Zeit, 4.1.2007

Vor 100 Jahren eröffnete Maria Montessori in Rom ihre erste “Casa dei Bambini”
Artikel als PDF

Freude, Freiheit und Verantwortung

Deutschlandradio Kultur, 03.01.2007

Maria Montessori und die Karriere eines pädagogischen Programms
Von Susanne Mack
“Kinder sollen nicht durch Drill geformt, sondern mit Liebe gefördert werden bei der Entwicklung ihrer ureigenen Talente”, so das pädagogische Programm der Maria Montessori. Am 6. Januar 1907 eröffnete Montessori im römischen Arbeiterviertel San Lorenzo ihr erstes Haus für Kinder. Seitdem gibt es Montessori-Kindergärten und Montessori-Schulen auf der ganzen Welt.

Ausschnitt aus einem Interview mit Holger Strohm

erschienen im Magazin “Raum und Zeit” Nr. 143 Oktober 2006

Holger Strohm gilt als großer europäischer Denker und Philosoph. Ab 1972 studierte er Erziehungswissenschaften an der Uni Hamburg. Gleichzeitig gab er Pro-, Mittel-, und Hauptseminare in politischer Ökologie der Berufsschuldidaktik. Zu dieser Zeit bat ihn der damalige schweische Ministerpräsident Olof Palme, für ihn ein Konzept für die neue schwedische Schule zu erstellen. Dieses ließ er in Zusammenarbeit mit den anderen skandinavischen Ländern weiter entwickeln. Seitdem wurde die skandinavische Schule zum führenden Schulsystem der Welt, das sich als selbst lernendes System auch heute noch ständig verbessert.
Das Interview wurde durchgeführt von Frau Diana Müller

Diana Müller: Wie könnte man dann Schülern helfen, eigenes Denken und Sensibilität zu entwickeln?

Holger Strom: Man muss seine Schüler mögen. Darauf baut alles weitere auf. Denn Kinder sind von Natur aus ungeheuer lernfähig. Sie können zwischen dem zweiten und sechsten Lebensjahr ein halbes Dutzend Sprachen mit großer Leichtigkeit und perfekter Aussprache erlernen, vorausgesetzt dies geschieht spielerisch und durch geliebte Bezugspersonen. Wir bräuchten Schulen ohne Angst, ohne Zensuren, ohne Sitzen bleiben, in denen Schüler selbst bestimmen, wie und was sie lernen. Kritikfähigkeit sollte erwünscht sein und wissen in Gesamtzusammenhängen vermittelt werden. Dabei müssen die Entfaltung und Eigenorganisation der Persönlichkeit im Vordergrund stehen. Nur, wen Lernen Spaß macht und wenn gleichzeitig der Lerninhalt Sinn macht, speichert das Gehirn im Langzeitgedächtnis ab und belohnt den Eigner mit Endorphinen (Glückshormonen). Wir brauchen eine menschliche Schule der Zukunft, die die Lust weckt, ein Leben lang freiwillig und genussvoll zu lernen.
Weiterhin kann feinmotorische Betätigung wie sie beim Spiel, Sport, Tanz oder Musizieren erfolgt, die neuronale Verknüpfung schon im frühen Alter enorm fördern. Durch das Selbermachen, Selberlernen und auch durch Fehler lernen Kinder sehr viel schneller als in jeder staatlichen Institution. Dabei sind gleichaltrige Spielkameraden äußerst wichtig. Denn Kinder lernen am besten durch andere Kinder – durch kindgerechtes Lernen ohne Angstbarrieren, im aktiven Zeigen und Lernen, bei dem so viele Sinne wie möglich aktiviert werden. Durch viel Schlaf, regelmäßiges Wiederholen der Lerninhalte und vor allem viel Spaß lässt sich Wissen dauerhaft und leicht einprägen. Viele der Kinder, so stellte bereits Johann Wolfgang von Goethe fest, könnten Genies werden, wenn man ihre Fähigkeiten rechtzeitig und angemessen fördern würde.